Stark sein trotz chronischer Erkrankung – Ingos Geschichte

Trotz Einschränkungen weitergehen – Ingo über das Leben mit COPD und Asthma

Eine chronische Erkrankung verändert das Leben grundlegend. Dinge, die früher selbstverständlich waren wie Wandern, Reisen oder spontane Aktivitäten werden plötzlich zur Herausforderung. Doch wie Ingo zeigt, bedeutet das nicht, dass das Leben weniger wertvoll ist. Es geht darum, neue Wege zu finden, sich selbst neu zu orientieren und trotz Einschränkungen aktiv zu bleiben.

Alltag mit Atemwegserkrankungen: Was sich verändert hat

„Das Wandern im Urlaub ist heute nur noch eingeschränkt möglich. Luft zu bekommen ist oft mühsam, und Dinge, die man liebgewonnen hat, werden anstrengender.“

Die Diagnose COPD und Asthma beeinflussen Ingos Alltag stark. Doch statt sich zurückzuziehen, bleibt er kämpferisch – auch für die Menschen, die ihm nahestehen:

„Ich gebe nicht auf. Ich denke mir, wenn meine Partnerin morgens früh aufsteht, dann mache ich das auch, obwohl es an manchen Tagen sehr schwer fällt.“

Psychisch belastend – aber nicht aussichtslos

Die psychische Belastung ist groß, wenn man merkt, dass gewohnte Aktivitäten plötzlich nicht mehr möglich sind. Doch Ingo hat gelernt, damit umzugehen:

„Man hat es selbst in der Hand, ob man sich davon runterziehen lässt. Mir hilft es, mich daran zu erinnern, wofür ich morgens aufstehe“. Dies können Partner/Partnerin, Familie und Freunde oder ein wichtiges Hobby sein.

Sein wichtigster Tipp: Einen Grund finden, für den es sich lohnt, durchzuhalten. Denn auch mit Einschränkungen kann man ein gutes Leben führen.

Klinische Studien:

Auf die Frage, warum er sich zur Teilnahme an einer klinischen Studie entschlossen hatte, berichtet Ingo: 

Ich wollte einen Beitrag leisten, nicht nur für mich, sondern auch für andere. Ganz nach dem Motto - Durch Forschung besser verstehen, was diese Krankheit bedeutet.“ 

Die Teilnahme an einer Studie war für ihn eine doppelte Chance: (1) der potenzielle Zugang zu einer Behandlung, die er sonst nicht bekommen hätte, und (2) die Möglichkeit, anderen zu helfen und seinen Teil zur Verbesserung der Behandlung zu leisten. 

Erfahrung mit Ärzt:innen in der Studie

„Die Betreuung war besser als bei normalen Hausärzt:innen. Man hat sich Zeit für mich genommen, das war sehr wohltuend.“

Auch die Unsicherheit, die viele mit Studien verbinden, konnte er für sich einordnen:

„Bevor eine Studie am Menschen durchgeführt wird, durchläuft sie viele Prüfungen. Man muss keine Angst haben, dass einem einfach so, ohne vorherige Sicherheitsmaßnahmen und Tests, etwas Gefährliches verabreicht wird.“

Was bleibt, ist Hoffnung auf neue Erkenntnisse, bessere Therapien und ein Leben, das trotz Krankheit lebenswert bleibt.

Fazit: Mut zur Teilnahme

Ingos Geschichte zeigt: Es lohnt sich, positiv zu bleiben, sich zu informieren, Fragen zu stellen und Teil der Forschung zu werden. Für sich selbst, seine MItmenschen – und für die Zukunft anderer Patient:innen.