Lunge

COPD und Asthma Studie erforschen neue Therapieansätze

Die Lunge zählt zu den wichtigsten Organen in unserem Körper. Bei jedem unserer 12 bis 18 Atemzüge pro Minute wird rund ein halber Liter Luft durch das Organ gepumpt. Umso schwerwiegender ist es, wenn die Lunge chronisch erkrankt.

 

Zu den beiden häufigsten chronischen Lungenerkrankungen zählen die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) und das Asthma bronchiale. Die Krankheiten werden häufig miteinander verwechselt, da sich die Symptomatik in einigen Fällen ähneln kann.

Sie unterscheiden sich jedoch hinsichtlich der Ursachen, des Verlaufes und der Prognose deutlich voneinander. Außerdem sind beide Erkrankungen bislang nicht heilbar. Aus diesem Grund ist die klinische Forschung auch heute noch wichtig, denn nur so lassen sich neue Behandlungs- und Therapieansätze finden.

Forschungspanel bietet in beiden Krankheitsfeldern die Teilnahme an Studien an. Weitere Infos dazu finden Sie weiter unten im Artikel.

Was ist eigentlich eine COPD?

Die COPD ist eine Sammelbezeichnung für chronische Erkrankungen der Atemwege. Sie geht mit einer zunehmenden Einschränkung der Lungenventilation einher und beinhaltet die Kombination aus chronisch verengten Atemwegen (chronisch-obstruktive Bronchitis) und unwiderruflich erweiterten Lungenbläschen beziehungsweise einem zerstörtem Lungengewebe (Lungenemphysem).

Die Krankheit beginnt schleichend und äußert sich durch die sogenannten AHA-Symptome, das heiß Auswurf, Husten und Atemnot. Insbesondere letzteres schränkt Patienten erheblich in ihrem Lebensalltag ein.

Das Luftholen fällt zu Beginn nur bei Anstrengung, im späteren Verlauf auch im Ruhezustand, schwer. Die bereits angegriffene Lunge bietet außerdem eine hervorragende Angriffsfläche für Erreger übertragbarer Atemwegsinfektionen.

Im weiteren Verlauf leiden Betroffene außerdem häufig unter Herzproblemen, sowie Muskelabbau aufgrund der eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten. Erkrankte sind auch häufiger von Depressionen betroffen, da die Krankheit die Lebensqualität erheblich einschränken kann.

Tabakkonsum als Hauptursache der COPD

80-90% aller COPD Erkrankungen gehen auf das Rauchen zurück, was Tabakkonsum zum größten Risikofaktor macht. Außerdem können Umwelteinflüsse, wie eine erhöhte Feinstaub-Belastung, oder Erbkrankheiten, wie der Alpha-1-Antitrypsin- Mangel, zu der Entwicklung einer COPD beitragen.

In Deutschland leiden aktuell schätzungsweise zehn bis zwölf Prozent der Erwachsenen über 40 Jahren in Deutschland, das heißt 6,8 Millionen Menschen, unter einer COPD. Bis 2030 wird erwartet, dass die Zahl der Betroffenen auf 7,9 steigt.

Verschiedene Therapieansätze können den Verlauf verlangsamen

Eine COPD kann aktuell durch verschiedene Therapieansätze behandelt werden, mit dem Ziel das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen, die Symptome zu lindern und Begleiterscheinungen zu verringern. Dadurch soll eine möglichst hohe Lebensqualität erhalten werden.

Als wichtigste Maßnahme gilt der sofortige Rauch-Stopp. Dadurch verringert sich die Anzahl der Verschlechterungsschübe und Beschwerden wie Atemnot können sich verbessern.

Neben medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten, wie Cortison, gibt es auch physikalische Therapien, wie die sogenannte Atemwegsphysiotherapie. Im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit benötigen Betroffene oft eine Langzeit-Sauerstofftherapie oder eine nicht-invasive Beatmung.

Fast jeder 10. Deutsche leidet unter Asthma

Mit mehr als 8 Millionen Betroffenen, zählt auch Asthma zu den häufigsten chronischen Erkrankungen in Deutschland.  Bei dieser Erkrankung entzünden und verengen sich die Atemwege der Lunge.

Das führt unter anderem zu plötzlicher Atemnot, starkem Husten, Niesen, einer erschwerten Ausatmung und Giemen. Die Ausprägungen der Krankheit können unterschiedlich sein. Während einige Patienten nur leichte Beschwerden haben, sind andere deutlich in ihrem Lebensalltag eingeschränkt.

Mit mehr als 90% aller Betroffenen leiden unter einem allergischen Asthma. Hier reagieren Betroffene auf bestimmte Allergene, wie Pollen, Tierhaare oder Hausstaubmilben. Jedoch können auch starke Gerüche oder Kälte zu einem Asthmaanfall führen.

Ursachen für Asthma bislang unklar

Die Ursachen für die Erkrankung sind bislang nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass es durch eine Kombination aus genetischen Faktoren und Umwelteinflüssen ausgelöst wird.

Als Behandlungsmöglichkeit stehen vor allem medikamentöse Therapien im Vordergrund, durch die sich die Krankheit meist gut in den Griff bekommen lässt. Ziel ist es, die Symptome zu verringern, akuten Anfällen vorzubeugen, die Lungenfunktion zu stabilisieren und zu verbessern und somit auch die Lebensqualität zu erhöhen.

Beide Krankheiten sind für Patienten sehr belastend und können bislang nicht vollständig geheilt werden. Eine gute und konsequente Betreuung durch einen Pneumologen (Lungenfacharzt), sowie die konsequente Einnahme verordneter Medikamente sind für Betroffener beider Krankheiten sehr wichtig.

Klinische Forschung führt zu verbessertem Verständnis von Lungenerkrankungen

In den letzten Jahrzehnten hat die medizinische Forschung große Fortschritte im Bereich der Lungenerkrankungen gemacht.  Erst zu Beginn dieses Jahres hat ein internationales Forschungsteam herausgefunden, dass die Wiederaufnahme eines bestimmten Moleküls in der Lunge bei einer COPD beeinträchtigt ist. Die Ergebnisse wurden im Wissenschaftsmagazin Nature veröffentlicht.

Dieses neu gewonnene Wissen kann in Zukunft möglicherweise dazu verwendet werden, neue Therapieansätze zu entwickeln.Die Studie verdeutlicht aber auch, dass noch längst nicht alle Krankheitsprozesse und die damit verbundenen Therapieansätze erforscht sind.

Forschungspanel bietet Teilnahme an klinischen Studien zu COPD und Asthma

Forschungspanel bietet aktuell die Teilnahme an einer COPD-Studie, um die Wirksamkeit einer Behandlung zu testen, die bereits für schweres Asthma zugelassen ist. Klicken Sie hier, um mehr über die Studie zu erfahren oder falls Sie in die Vorauswahl gelangen möchten.

Außerdem ist nun eine Studie für Patient:innen angelaufen, die unter Asthma leiden. Klicken Sie hier, um mehr über die Studie zu erfahren oder falls Sie in die Vorauswahl gelangen möchten. Die Teilnahme an klinischen Studien ermöglicht es Patient:innen Zugang zu den neuesten Behandlungsansätzen zu bekommen.

Außerdem wird man von Expert:innen und medizinischem Personal betreut,  welche sich auf das jeweilige Krankheitsfeld spezialisiert haben. Das kann das Wissen über die eigene Krankheit nochmal vertiefen und trägt außerdem zu einem Fortschreiten der Forschung im jeweiligen Krankheitsfeld bei.

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