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Dezentrale studien – positive aussichten für die teilnahme an klinischen studien

Dezentrale Studien sind die Zukunft klinischer Studien. Dies bedeutet, die Einbettung von digitalen Lösungen und die Umwandlung von Krankenhausbesuchen in Hausbesuche unterstützt durch Videobesprechungen mit Gesundheitspersonal. Dies verändert auch die Rolle der Studienteilnehmer und deren Bedürfnisse. Deshalb haben wir eines unserer Mitglieder, Herrn Lange- Eicke, gefragt, was er als Studienteilnehmer über diesen Wandel denkt.

Dezentrale Studien – Was ist das?

Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es eine zunehmende Tendenz, Forschungsprojekte digitaler zu gestalten und dadurch die Anzahl der Krankenhausbesuche zu reduzieren. Forschungsprojekte, die durch diesen Wandel beeinflusst werden, werden als dezentrale Studien betitelt.

Bei dezentralen Studien kommt es oftmals zum Einsatz von digitalen Hilfsmitteln wie Sensoren und Smartwatches, die Blutdruck, Herzfrequenz usw. messen. Der Einsatz dieser digitalen Hilfsmittel kann dazu führen, Krankenhausbesuche bei der Teilnahme an klinischen Studien zu erleichtern oder gar ersetzen zu können.

In einer Umfrage wollten wir von unseren Mitgliedern ihre Meinung über diesen Wandel einfangen. Weiterführend gaben uns einige unserer Mitglieder persönliche Einblicke. Einer dieser ist unser Mitglied Herr Lange-Eicke. In einem persönlichen Gespräch mit Forschungspanel hat Herr Lange-Eicke zum einen seine optimistische Einstellung gegenüber dem Wandel zu Digitalisierung innerhalb von klinischen Studien geäußert und zum anderen aber generell ermutigt, an solchen teilzunehmen.

Die eigene Gesundheit verbessern und gleichzeitig anderen helfen

Bereits and zwei klinischen Studien hat Herr Lange-Eicke teilgenommen. „Ich finde es gut vorab an etwas teilnehmen zu können und gleichzeitig zu wissen etwas Gutes zu tun“. Darüber hinaus stellt sich heraus, dass insbesondere die zweite Teilnahme für ihn positiv abgeschlossen wurde.

„Ich war Teil einer Studie, in der eine neue Diabetes-Pumpe ausprobiert wurde. Die Behandlung hat so gut angeschlagen, dass ich sie weitergeführt habe und noch heute davon profitiere.“ Zusammenfassend ist Herr Lange-Eicke begeistert von der Möglichkeit etwas für die Allgemeinheit zu tun und gleichzeitig auch noch davon nutzen zu tragen.

Diese Begeisterung sieht Herr Lange-Eicke durch den Umschwung zu dezentralen Studien nicht geschwächt. Das Gegenteil ist der Fall: „Dadurch, dass man von zu Hause aus teilnehmen kann, kann man noch mehr Leuten die Teilnahme an klinischen Studien ermöglichen kann. Das finde ich super und bringt eine noch schnellere Entwicklung für neue medizinische Lösungen mit sich.“

Digitalisierung – eine Herausforderung oder ein Gewinn?

Was die Digitalisierung angeht ist Deutschland, im Vergleich zu anderen Ländern, noch deutlich zurück. Trotzdem verweist Herr Lange-Eick darauf, dass er bereits heute schon die ersten digitalen Ansätze nutzt. „Meine Werte halte ich zum Beispiel in einem digitalen Tagebuch fest und außerdem kann ich meine Ärztin jederzeit anrufen, wenn ich Probleme habe.“ Das zeigt, dass die Akzeptanz der Patienten, digitale Geräte verantwortungsvoll zu nutzen, vorhanden ist und somit auch eine gute Basis für dezentrale Studien darstellt.

Für viele Patienten ist einer der demotivierensten Aspekte für die Teilnahme an einer klinischen Studie die Fahrzeiten. Dezentrale Studien können jedoch dieses Problem beheben. Herrn Lange-Eicke selber sagt jedoch bereits jetzt, dass diese Fahrzeiten eine nicht ganz zu große Rolle spielen. „Ich weiß, dass ich mir und anderen helfen kann, also nehme ich dann auch mal den ein oder anderen etwas längeren Weg auf mich.“

Herr Lange-Eick sieht eine ganz andere Hürde in der Teilnahme an klinischen Studien: „Was mich am meisten stört ist der ganze Papierwust! Wenn ich mich entscheide an einer klinischen Studie teilzunehmen muss ich sehr viele Dokumente handschriftlich ausfüllen und diese dann zur Post bringen. Es wäre großartig, wenn man in Zukunft diese Dokumente einfach online ausfüllen kann.“

Bei dieser Mission kann das Vorantreiben von dezentralen Studien insbesondere helfen. Es sind noch einige Schritte zu bewältigen, bis vermehrt die Digitalisierung in klinische Studien implementiert wird. Ein großes Bedenken ist die Datensicherheit. Herr Lange-Eicke selber äußert sich hierzu: „Natürlich hat man bedenken, wie mit seinen gesundheitlichen Daten umgegangen wird, aber dass ist ja beim online Banking nichts anderes. Ich blicke da zuversichtig dem Ganzen entgegen.“

 

In der Branche der klinischen Studien gibt es laufende Diskussionen darüber, wie klinische Studien durch die Einführung von dezentralen-Studiendesigns verbessert werden können. Unser Ziel des Forschungspanels ist es, in dieser Debatte sicherzustellen, dass die Stimme der Patienten gehört und repräsentativ wiedergegeben wird. Damit stellen wir sicher, dass auch zukünftige Studien bestmöglich an die Bedürfnisse der Patienten angepasst werden.